Samstag, 5. Februar 2011

Garmin nüvi 1390 LMT im Test (1)

Lidl hat in dieser Woche das Gerät für 169 € im Angebot. Im Preis enthalten ist die "nüMaps Lifetime"-Garantie (welch eine Wortschöpfung): Lebenslange kostenlose Kartenupdates, die auf max. 4 pro Jahr beschränkt sind. Für mich war das ein Grund, das Gerät zu kaufen, da auch die Tests im Internet recht positiv ausfielen.

Das nüvi wird mit vorinstallierten Straßenkarten für den Großteil von Europa geliefert. Zusätzlich verfügt das Gerät über einen Steckplatz für MicroSD-Karten, der weitere Karten aufnehmen kann. Neben dem Gerät ist das Stromversorgungskabel (Eingang: 10 - 30 V DC) mit integriertem TMC-Empfänger, eine Saugnapfhalterung sowie eine Klebeplatte zur Montage der Saugnapfhalterung auf dem Armaturenbrett enthalten. Dazu eine Kurzanleitung. Die vollständige Anleitung im PDF-Format muss man sich erst aus dem Internet herunterladen.


Das Gehäuse macht einen recht soliden Eindruck und ist sehr flach (ca. 15 mm). Der erste Satellitenempfang (unter freiem Himmel) nach dem Auspacken dauerte weniger als 1 Minute. Leider informiert das nüvi nur über einen "Balkenanzeige" über den GPS-Empfang. Bei mindestens einem grünen Balken ist das Gerät navigationsbereit. Werden keine Satelliten empfangen, erscheinen die Balken rot oder leer. Eine separate GPS-Statusseite fehlt. Im Navigationsbetrieb wird keine Information über den GPS-Empfang angezeigt. Geht der Empfang verloren, erfolgen ein Sprach- und Texthinweis.



Für die Verwendung im Gebäude kann das nüvi auf GPS-Simulation umgestellt werden, wenn man z.B. Routen planen und speichern möchte. Die Empfangseigenschaften kann ich bisher nur als gut bezeichnen, da auch im Gebäude in Fensternähe noch Empfang angezeigt wird.

Die Routenberechnungen, auch über längere grenzüberschreitende Strecken erfolgen sehr schnell. Bsp: 850 km nach Österreich in ca. 12 sec. Routen im innerstädtischen Bereich (ca. 10 km) stehen fast auf "Knopfdruck" zur Verfügung.

Die ersten Testfahrten im innerstädtischen Bereich mit dem nüvi verliefen sehr positiv. Die Ansagen kommen rechtzeitig und beim Verlassen der Route erfolgt die Neuberechnung sehr schnell. Das die Hinweise auf Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht immer passen, bewerte ich nicht als so gravierend und sind dem Kartenmaterial zuzuordnen und nicht dem Gerät.

OSM-Karten auf dem nüvi nutzen
Interessant ist in meinen Augen die Möglichkeit, zusätzlich zu den mitgelieferten Karten auch die Daten des OpenStreetMap-Projektes zu nutzen. Die OSM-Karten sind in Teilbereichen sehr viel detaillierter und somit lässt sich das nüvi auch zu Fuß oder mit dem Rad nutzen, auch wenn die Akku-Laufzeit mit 4 h (Herstellerangabe) nicht für längere Ausflüge geeignet ist.

Kartenansicht mit Original-Garmin-Daten


Kartenansicht mit OSM-Daten
(Quelle: www.raumbezug.eu)


Die OSM-Karten lassen sich sehr einfach auf dem nüvi installieren. Man besorgt sich den gewünschten Kartenausschnitt im Garmin-Format, z.B. von www.raumbezug.eu , legt auf einer MicsoSD-Karte einen Ordner mit der Bezeichnung "Garmin" an und kopiert die img-Datei in diesen Ordner. Das nüvi einmal neu starten und die OSM-Karte kann über den Menüpunkt "Extras -> Einstellungen -> Karte -> Info" aktiviert werden. Die vorinstallierte Karte (CN Europe NT) muss deaktiviert werden, da sie ansonsten die OSM-Karte überlagert.

Kartenauswahl im nüvi

Mit der OSM-Karte ist auch Routing für Fußgänger und Radfahrer möglich. Hierzu tippt man in der Karte das Ziel an und die Route kann berechnet werden.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Noch ein Hinweis bezüglich dem Satelitenempfang:
Durch längeres Drücken auf die grünen Balken (min 10 sek) wechselt die Anzeige und es erscheint ein Bild mit den Stationen der Sateliten und eine Genauigkeitsangabe in Meter.
Viel Spaß beim Ausprobieren
DH

Minna von Berlin hat gesagt…

Hallo,
ich habe am. 29.04.2012 die Deutschlandkarte von www.raumbezug.eu auf die Speicherkarte meines Garmin nüvi 1390 LMT geladen. Das funktioniert auch. Aber Die Karte und Straßen sind nicht immer Deckungsgleich. So ist die B5 streckenweise 2x zu sehen und führt teilweise durch die Havel. Auch am Tegeler See führen Wege durc das Wasser. Was und warum läuft da was falsch???
Gruß Dieter